Creative Change e.V. ist eine Organisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, jegliche Art von vorhandenen Vorurteilen zwischen Menschen abzubauen, da diese einem friedvollen Umgang miteinander im Wege stehen. Zu einer gewachsenen und gelebten Demokratie im Sinne unseres Grundgesetzes gehört auch eine verantwortungsvolle Integrationskultur.

Das internationale Team von Creative Change e.V., welches sich aus jungen, erfahrenen Theaterpädagogen, Erziehungswissenschaftlern und Sozialarbeitern u.ä. zusammensetzt, engagiert sich auf kreative Weise für ein respektvolles Zusammenleben verschiedener ethnischer Gruppen.

Durch interaktives Theater, Film und Workshops werden Emotionen ausgelöst, die junge Menschen zu einem toleranten und selbstverantwortlichen Erwachsenen heranwachsen lassen. Die präventiven Projekte von Creative Change e.V. vermitteln Werte wie Toleranz, Empathie und die Bereitschaft zur aktiven Verbesserung der Gesellschaft. So wird der Demokratiegedanke gestärkt, wodurch jeglichem Fanatismus die Grundlage entzogen wird.

 

Ausgangslage

Der Rechtsextremismus ist Teil unserer Gegenwart geworden und stellt ein politisches Problem dar. Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, Aufkommen von antimuslimischen Demonstrationen und Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien in der Bundesrepublik sprechen für sich.

 

Die Ursachen für solch eine Entwicklung findet man im sozialen Umfeld des Einzelnen und in den Familien. Kinder und Jugendliche übernehmen oft Meinungen, die Ihnen vorgelebt werden. Die Schule als gesellschaftliche Institution gilt als entscheidender Faktor für die Meinungsbildung von Kindern und Jugendlichen. So ist es dringend notwendig, gerade bei den jungen Menschen der Bevölkerung Präventivarbeit zu leisten.

Der demokratisch-menschenrechtliche Bildungsauftrag kommt im Unterricht allerdings nicht selten zu kurz. Dies liegt nicht nur daran, dass ein gewisser Qualitätsdruck herrscht, sondern auch daran, dass die Lehrer_innen bei der Konfrontation von rechtsextremen und ausgrenzenden Einstellungen ihrer Schüler_Innen überfordert sind, da sie in Ihrer Ausbildung nicht ausreichend auf solche Situationen vorbereitet und geschult wurden und dem Ausmaß an Hass oft überfordert sind. So stehen Pädagogen_innen heute vor einer neuen Herausforderung, die sie unter den momentanen Bedingungen schwer bewältigen können.

Doch gerade die Erziehung der Kinder ist eine verantwortungsvolle und entscheidende Aufgabe, um eine zweifelhafte  Entwicklung zu begrenzen, indem sie motiviert werden, Meinungen nicht unüberlegt zu übernehmen, sondern zu aktiven Gestaltern ihrer Lebensumgebung zu werden, um durch konkrete Handlungen Rassismus und Ausgrenzung jeglicher Form entgegen wirken zu können.