Projektwochen

Zielgruppe

Die Projektwochen werden bundesweit für Schülerinnen und Schüler der 3. und 4. Klasse an Grundschulen und der 5. bis 13. Klasse an weiterführenden Schulen angeboten.

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler sollen zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern ihrer Lebensumgebung werden und durch konkrete Handlungen Herausforderungen annehmen und ihnen gestärkt begegnen. Durch Ermutigung, aber auch durch den Fokus auf die Stärken, entdecken sie ihre eigenen Potenziale, die das Selbstvertrauen stärken und ihre Rolle in der Gesellschaft verdeutlichen. Sie lernen Eigenverantwortung zu übernehmen und sich für ihre Mitmenschen einzusetzen und erkennen gleichzeitig, dass sie die Gesellschaft positiv verändern können. Den Teilnehmenden des Projekts wird bewusst, dass Engagement in allen Lebensbereichen wichtig ist und man dadurch seine eigenen Fähigkeiten weiterentwickelt.

Ein weiteres Ziel des Programms ist, dass die Schülerinnen und Schüler lernen, gemeinsame Entscheidungen zu treffen. Sie werden erkennen, welche Haltung in einem Gespräch oder einer Beratung zielführend ist und wie mit herausfordernden Situationen positiv umgegangen werden kann. Die Entscheidungen stellen sozusagen den kleinsten gemeinsamen Nenner dar und werden von der Gruppe getragen.

Auch ist es Creative Change wichtig, dass die Teilnehmenden lernen, auf welche Weise man sein Anliegen vorbringt bzw. wie man auf andere Meinungen angemessen reagiert, indem man sinnvoll argumentiert.

Methodik

Das Projekt ist eine Kombination von interaktivem Theater und politischer Bildung. Diese innovative Methodik wirkt sich bei Kindern und Jugendlichen nachhaltig aus. Auf eine unterhaltsame Art und Weise lernen und trainieren die Schülerinnen und Schüler altersgerecht, mit Herausforderungen umzugehen.

Die Projekte dienen als Impulsprojekte, mit dem Ziel, den Schulen Möglichkeiten an die Hand zu geben, eine Demokratie-Erziehung mit Fallbearbeitung mit spielerischen Mitteln durchzuführen. Dabei werden Probleme aus der Realität der Schülerinnen und Schüler dargestellt und gemeinsam Lösungen erarbeitet.

Junge Menschen erzielen zudem einen besseren Lernerfolg, wenn sie durch eine vom Schulsystem abweichende, innovative und kreative Lernmethode an ein Thema herangeführt werden. Sie beteiligen sich aktiver am Projekt, haben mehr Freude daran und behalten so Inhalte nachhaltig im Gedächtnis.

Im partizipativen Theater übernehmen die Schülerinnen und Schüler selbst die Regie, erarbeiten eigenständig Lösungen und erproben diese aktiv in den Theaterstücken. Durch diese aktive Rollenübernahme entwickeln die Kinder und Jugendlichen positive Handlungsweisen für unterschiedliche Konfliktsituationen. Sie ermutigt die Teilnehmer*innen Eigenverantwortung zu übernehmen, um aktive Gestalterinnen und Gestalter ihres Lebens zu werden.

Ablaufplan

Das Projekt „Jugend kann die Welt bewegen“ setzt sich in den Grundschulen aus vier Modulen zusammen. Jedes Modul beansprucht 60 Minuten pro Tag. Die Projektwoche besteht aus 4 Projekttagen, in der Regel von Dienstag bis Freitag.

Themen der Module:

  • Ermutigung
  • Ausgrenzung
  • Demokratie als Lebensform
  • Kinderrechte

In den weiterführenden Schulen ist der Ablaufplan ähnlich. Allerdings beansprucht hier jedes Modul täglich jeweils 90 Minuten für die Schülerinnen und Schüler.Zudem stehen bei der Themenauswahl 7 Module zur Verfügung. Hier haben die Lehrkräfte die Möglichkeit nach Bedarf die 4 für sie wichtigsten Themen auszuwählen:

  • Engagement / Rolle der Jugend
  • Sexismus / Gleichberechtigung von Frau und Mann
  • Rassismus / Vorurteile
  • Demokratie als Lebensform / Klassenrat
  • Umgang mit sozialen Medien / Fake-News
  • rechter, linker und religiös motivierter Extremismus
  • Kinderrechte

Zudem werden die Schülerinnen und Schüler motiviert, selbst Szenen zu entwickeln und sie mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern szenisch darzustellen. So haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Themen oder Situationen, mit welchen sie in ihrem schulischen oder auch außerschulischen Alltag konfrontiert werden, einzubringen und Lösungsvorschläge direkt in dem Rollenspiel auszuprobieren.

Nachhaltigkeit

Die Projekte, die auf ein partizipatives Theater aufbauen, haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit der aktiven Teilnahme im Theaterstück. Dadurch werden bei den Kindern und Jugendlichen Emotionen geweckt und die Sinne angesprochen. So behalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Szenen mit den positiven Lösungen automatisch im Gedächtnis und können diese auch künftig in die Praxis umsetzen. Das während der Projektphase entstandene Workshop-Material wird in Mappen gesammelt. Dies ermöglicht, dass die Teilnehmenden des Projekts das Erarbeitete im Nachgang noch einmal auffrischen und vertiefen können.

Das Konzept von Creative Change beinhaltet zudem ein ausgearbeitetes schriftliches Vertiefungsmaterial, welches die Fortführung des von uns angestoßenen Impulses ermöglicht. So haben die Lehrkräfte die Möglichkeit weitere Schulstunden zur nachhaltigen Verinnerlichung der wichtigsten Themen zu nutzen.

Die Projekttage betreiben das Vorhaben in den Schulklassen einen Klassenrat zu etablieren, um bei Entscheidungen demokratisch mitwirken zu können. Für viele Schülerinnen und Schüler stellt der Klassenrat den ersten Kontakt zu Entscheidungsfindungen dar. Die Fortführung des Klassenrats nach Beendigung der Projektphase ermutigt die Schülerinnen und Schüler Vorschläge einzubringen, diese in der Gruppe zu beraten und Beschlüsse zu fassen, welche von allen Beteiligten getragen werden.

Rahmenbedingungen

Das Projekt wird für Kinder und Jugendliche an Schulen angeboten. So wird für die Durchführung ein Klassen- bzw. Gemeinschaftsraum innerhalb der Schule benötigt.

Die Projektwoche besteht aus vier Tagen (täglich 60 bzw. 90 Minuten). Die einzelnen Projekttage bauen aufeinander auf und sind didaktisch sinnvoll konzipiert. Innerhalb einer Woche kann das Projekt für vier Gruppen in der Grundschule bzw. drei Gruppen in der weiterführenden Schule angeboten werden. Die Grundschülerinnen und -schüler nehmen täglich 60 Minuten, Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schule 90 Minuten am Projekt teil. So können innerhalb einer Projektwoche bis zu 120 Schülerinnen und Schüler dem Projekt beiwohnen.